In Memoriam

Seit meinem 11. Lebensjahr habe ich das Glück mit Tieren zu leben, ja mein Leben mit ihnen zu teilen. Jeder meiner Lieblinge war auf seine Art und Weise etwas ganz besonders - ich vermisse euch ...

Chris (1985 - 1998)

Chris im Alter von 12 Jahren

Chris und ihr Bruder Boris (leider kein Foto vorhanden) durften kurz nach dem Hausbau bei uns einziehen. Der große rote Kater Boris war der unangefochtene Chef in unserer Gegend und scheute nicht davor zurück, selbst Schäferhunde in ihre Schranken zu verweisen. Seine Schwester Chris hingegen mögen manche als "Prinzessin auf der Erbse" betiteln, wer sie kannte, weiß dass dies absolut untertrieben formuliert ist. Schlau und auf gutes Futter bedacht zog sie im Sommer immer aus um nach Urlaubsgästen am nahegelegenen See zu suchen. Diese waren all die Jahre bereit die vermeintlich ausgesetzte Katze durchzufüttern. Mit der Abreise der Gäste kam auch Chris zurück, legte sich auf den extra für sie aufgeschüttelten Polster und träumte vom nächsten Sommer ...

Ivan (1987 - 2001)

Ivan wollte immer dabei sein

Ivan ist ein Kater der uns einfach passiert ist: frühmorgens stand er, 6 Monate und hungrig, vor der Tür, wurde irrtümlich ins Haus "gebeten" und blieb. Der rot/weiße Kerl war ein Charmeur wie er im Buche steht: er kam auf Zuruf, kuschelte gern - vor allem im Menschenbett. Er liebte es mit mir spazierenzugehen und zeigte sich interessiert an allem Neuen. Für eine Katze untypisch war Ivan ein großer Wasserfreund - einen Wasserhahn aufzudrehen bedeutet Ivan in kürzester Zeit unter dem Strahl sitzen zu haben. Duschen und Baden war nur möglich wenn man den agilen Kater aus dem Bad verbannte und damit lebte, dass der Katzenjammer vor der Tür stattfand. Ivan kam, war präsent und wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.

Annika (1992 - 2003)

Annika: immer dabei, aber mit Würde

Annika kam mit 6 Wochen als Schäfer/Dackel-Mix vom Tierschutzhaus Bruck an der Leitha zu uns und entwickelte sich, ähnlich wie Chris, zur Prinzessin: vom Futter nur das Beste, ebenso von der Liegestätte. Als die Dame 2 Jahre war, wurde uns auf einer Ausstellung, der wir als Besucher beiwohnten, mitgeteilt, dass es sich bei Annika um eine wunderschöne Österreichische Kurzhaarpinscher-Hündin handelt. Die Zugehörigkeit zu dieser Rasse war auch Erklärung warum Annika bei einem einzigen Spaziergang 17 Mäuse erbeutete! Annika, und vor allem die Ausbildung die ich mit ihr begann, waren für mich der Grund mein Augenmerk auf Trainings zu richten, die gewaltfrei und für den Hund interessant aufgebaut sind. Verzeih mir Annika, dass ich den Falschen vertraute! Still love you!

Beretta (Dora z Kirgusu; 1994 - 1999)

Beretta: der Familienkasperl

Beretta (den Name erhielt sie in Hommage an eine wunderschöne Dobermannhündin von Freunden) kam im Alter von 3 Monaten (leider bereits kupiert) über einen Züchter aus Sollenau zu uns. Durch sie erlebte ich Dr. Jekyll und Mr. Hyde vereint in einem Hund: in der Familie der Schmusehund schlechthin, bei Fremden die ins Haus wollen aufgewühlt und verteidigungsbereit. Letztere Interessen nutzte Annika stets für sich indem sie, laut bellend, Beretta zum Zaun lockte um dann der Dobermannhündin das Schweineohr aus dem Körbchen zu stehlen. Beretta war sehr groß dabei muskulös und ausdauernd. Sie war kooperativ im Training, aber im Alltag vergleichsweise simpel. Im Gedächtnis bleibt mir stets ihr schelmischer Blick.

Tanita (2002 - 2002)

stets aktive Tanita

Die weiß getigerte Tanita war in einer Pflegestelle in Straßhof untergebracht, als ich sie mit 9 Wochen zu mir holte. Sie, die nach einem Autounfall einen verkrüppelten Schwanz hatte, war eine jener Tiere, die scheinbar 24h am Tag aktiv sind und ständig Flausen im Kopf haben. Tanita war eine unheimlich süße Kätzin die mir Abend für Abend die Pfoten auf die Augenlider legte und mich so besser schlafen lies. Fand sie die Schlafzimmertüre einmal verschlossen, rannte sie so oft mit dem Kopf gegen die Türe, bis sie geöffnet wurde, und klein Tanita wieder ins Bett durfte. Die süße Maus verlies mich mit 9 Monaten (FIP) und hinterlies eine große Lücke.

Macy (1998 - 2003)

Big Mamma Macy

Macy war 1,5 Jahre als ich sie und ihre Tochter Chelsea von einer Tierschützerin aus Melk holte. So eingeschüchtert die 9 Monate junge Chelsea war (und ist), so robust zeigte sich Macy von Anfang an: sie fraß was man ihr vorsetzte - Hauptsache Futter, sie schlief auf allem wo man sie hinlegte - Hauptsache schlafen. Macy nahm jeden Besucher in Beschlag um gekrault zu werden. Besuchshunde akzeptierte aber negierte sie, schließlich waren Hunde weit unter ihrer Würde. Macy war in allem was sie tat unsere "Big Mamma".

Chelsea (1999)

Chelsea, scheues Reh & wahre Schönheit

Chelsea (Tochter von Macy) übernahm ich mit 9 Monaten und wurde so zu ihrer 5.Besitzerin. Die attraktive Kätzin war schon damals ausgesprochen scheu und es dauerte 6 Monate, bis sie sich sicher war bleiben zu dürfen und verspielt durch alle Zimmer sauste. Bis heute hat sie Angst vor fremden Personen, schon kleine Veränderungen führen dazu, dass sie sich stundenlang zurückzieht. Dies war auch der Grund warum ich meine edle, schmeichelweiche Prinzessin, meine Schönheit bei meinem Vater zurücklies, als ich 2005 nach Neunkirchen zog (und bei dem sie sich - mittlerweile als Einzelkatze - blendend fühlt.) Sie zurückzulassen war eine Entscheidung die MICH heute noch Tag für Tag tief im Herzen schmerzt, die ich aber für CHELSEA aus tiefer inniger Liebe getroffen habe. Ich habs für dich getan meine Süße, ich liebe dich meine Schöne, ich vermisse dich ...