... Veranstaltungen
10.4.2010 - Wieselburg: die Schuhfetischistin & das Zwittertier
| "Hübsch" präsentierter Afghane im Nebenring |
Ausstellungen waren mir schon immer sehr befremdlich. Aufgetakelte Menschen die ihre toupierten Hunde in absolut unnatürlicher Weise im Ring präsentieren, am Hund wie verrückt herumzupfen, jedes Pfötchen auf den Millimeter genau ausrichten um nur ja eine Plakette zu ergattern … und den Hund danach postwendend in einer kleine Gitterbox verstauen – Arbeit getan. Zu mehr braucht man ihn nicht mehr.
Am Ärmsten von allen sind jedoch wohl die Besucherhunde, die von ihren nichtsahnenden Besitzer durch die viel zu engen Gassen der überfüllten Ausstellungshallen gezerrt werden, sich durch Menschenmassen durchzwängen müssen und beinahe im Sekundentakt massiv gestressten Hunden Nase an Nase gegenüberstehen – sozial korrektes Ausweichen unmöglich! – und weiters damit klarkommen müssen, dass aus den links und rechts des Weges stehenden Gitterboxen ebenso gestresste Hunde herausgeifern. Hundeherz das willst du mehr!?!
Tja, so kenne ICH Ausstellungen. Selten das ich es anders gesehen habe. Umso seltener hatte ich in Folge wirklich Lust mir oder gar meinen Hunden den Besuch einer Ausstellung anzutun.
Nun haben wir aber einen Irish Wolfhound Rüden, einen intakten, den man wohl auf einer Ausstellung präsentieren sollte. Sollte. Aber nach dem Lesen der oben beschriebenen Erfahrungen, werden Sie verehrte Leserin/verehrter Leser sicher nachvollziehen können, wie groß meine Freude war, mich im Portal des ÖKVs für die Ausstellung in Wieselburg, am 10.4.2010 anzumelden. Genau: GOA NED! Aber, so wurde mir berichtet, sei Wieselburg noch eine der netteren Ausstellungen und für Anfänger gut geeignet. Gesagt getan, man hat ja den Willen, so grundsätzlich, also meldet man sich an, zahlt brav die Gebühr, bekommt seine Bestätigung und wartet auf den Tag X. Voll Freude – eh klar ;)
| DooLittle - schon vor dem Richten sichtlich erledigt ... |
Wer mich und meine Hunde kennt, weiß dass nun garantiert ein Sammelsurium an witzigen Begebenheiten folgt. Nun denn, ich mag Sie nicht länger auf die Folter spannen und Ihnen in aller Kürze und wahrlich NICHT fehlender Würze unsere Ausstellungs-Hoppalas präsentieren: am Vortag waren wir noch mit Freunden auf einem nahe gelegenen See spazieren. Freilauf für alle Hunde, welche Freude. Bis zu dem Moment als DooLittle, unser Irish Wolfhound der am nächsten Tag ausgestellt werden sollte, aufjaulte und mir nicht mal mehr entgegenhumpelte, so sehr schmerzte ihn sein rechter Vorderlauf. Alles begutachtet fand ich doch nicht heraus was in einem unbeobachteten Moment passiert war. So schickten wir den Rüden zur Kühlung der Pfote ins Wasser und machten uns danach, als die Pfote wieder halbwegs einsatzfähig war, auf den Heimweg. Zu Hause angekommen verfiel DooLittle auf einmal in hemmungsloser Liebe zu der Hündin unserer Freunde mit der er zuvor spazieren war (da war noch nix mit Liebe), und umgarnte sie aufs Heftigste. Sie, vor zwei Wochen noch läufig, erwiderte die Liebesbezeugungen, ließ sich Ohren ausschlecken, kuscheln etc., doch Doo gab sich mehr und mehr seinem Testosteron hin und war für den Rest des Abends schlichtweg zu vergessen. Er schlief spätabends, total ermattet von seinen vergeblichen Versuchen die Dame doch noch ins Körbchen zu bekommen und mit „kaputter“ aber Traumeel-therapierten Vorderpfote ein. Frauchen nutzte die Gunst der Stunde für die Vorbereitungen, und druckte unter anderem die Ausstellungsanmeldung aus, auf der einmal zu lesen war, dass ich unseren Rüden wohl als Hündin gemeldet hatte. Das am PC als „HU“ ersichtliche und von mir als „irgendeine ÖKV-Abkürzung“ gedeutete Zeichen entpuppte sich am Ausdruck als „HÜ“ für Hündin! 21:30 Uhr. Am Tag vor der Ausstellung. Frauchen sitzt mit Herzrasen vor dem Blechtrottel. Und nun? Ein Handy-Hilferuf an mir bekannte Aussteller: „Was tun?“ Man informierte mich das dies zwar blamabel aber am Ausstellungstag noch korrigierbar sein, man müsse es nur bei der Anmeldung den Ringshelfern fristgerecht kundtun. Na gut. Wenns nur das ist ...
| zwei verschieden hohe Schuhe ... |
Die Nacht war kurz, wie viele davor, und jede Minute Schlaf Goldes wert. Fazit: viel zu spät aufgestanden, viel zu spät abfahrbereit – Chaos. Irgendwie hatten wir es dann doch geschafft gegen 9:10 Uhr am Parkplatz des Messegeländes in Wieselburg anzukommen und unseren hundemüden Irish aus dem Auto zu hieven und gen Eingang zu hirschen. Bei besagtem Hirschen fiel mir dann auf, dass wohl mit meinen Schuhen irgendwas nicht ganz korrekt sein konnte, war mein Gang doch etwas eigenartig. Grund dafür war, man halte sich fest, zwei unterschiedliche Schuhe. Ja, wahrhaftig. Zwar hatte ich in all der Hektik frühmorgens zwei schwarze Schuhe erwischt, jedoch von unterschiedlicher Form: einer sehr flach – den wollte ich auch, da er perfekt fürs Laufen im Ring ist – und der andere mit Absatz, gut 5 cm. Und nun? Was tun? Na nix, schließlich hatte ich keine Ersatzschuhe mit, Uwe nur Sicherheitsschuhe Größe 44 – für mich also „etwas“ zu groß – und ein Einkauf bei Reno & Co wäre zeitlich nicht mehr machbar gewesen. Also nimmt man das Leben wie es ist – wonderful! Mit einem eher nicht so glücklichen Ausdruck humpelte ich dann, begleitet von meinem äußerst geduldigen Lebensgefährten samt Sessel, Unterlagen und hundemüden Irish durchs Gelände und suchte, ohnedies schon mit Verspätung den richtigen Ring. Das wir uns in der Halle irrten und irgendwo 3 Hallen weiter auf einmal bei den Dackel standen, wo wir definitiv nicht hinwollten, war an diesem Tag nur eine Randerscheinung. Also wieder zurückhumpeln zur richtigen Halle, schnell hin zu den Ringhelferinnen und kundtun das die gemeldete Hündin in Wahrheit ein Rüde sei. Dann wurde gesucht und studiert in den Richtlinien ob dies denn möglich sei, aber die gut informierten und sehr freundlichen Ringhelferinnen hatten schnell die Info zur Hand, das dies wohl kein Problem sei, fragten sicherheitshalber noch im anderen Ring nach und schrieben die Nummer von DooLittle dann von den Hündinnen einfach zu den Rüden. Puh, gerade nochmals geschafft.
Also suchten wir uns eines der letzten Plätzchen direkt am Ring aus (was anderes war zu dem Zeitpunkt auch nicht mehr frei), outeten uns damit zweifelsfrei als Neulinge und fieberten unserem Auftritt entgegen. Doch der ließ auf sich warten, wurden doch vor uns noch Salukis und Azawakhs gerichtet. Wenige, aber es half uns zur Ruhe zu kommen. DooLittle musste nicht zur Ruhe kommen, der schlief, noch k.o. vom Vortag, mehrmals ein und nahm von den vorbeigehenden ihn bewundernden Besuchern kaum Notiz. Ab und an nutzen wir das Freigelände, in dem sich kaum Hunde tummelten – ebenso wie in den Hallen – um DooLittle Erleichterung zu verschaffen und ihn zu bewegen. Von der „Verletzung“ an der Vorderpfote war – dank Traumeel – nichts mehr zu erkennen. Müde war er, ja, von dem vergeblichen Liebesabend, aber sonst gut gelaunt.
| perfekte Kurvenlage - dank unterschiedlich hoher "Absätze" |
2 Klassen bevor es mit dem Richten der Offenen Klasse los gehen sollte, begann ich DooLittle aufzuwecken, ihn zu motivieren sich warm zu gehen, als ich von Uwe aufmerksam gemacht wurde, dass die 1 Klasse, dadurch das dort nur ein Hund gerichtet wurde, bereits erledigt, und die nächste Klasse, aufgrund von fehlendem Hund einfach ausgelassen war. Und 3 der 5 in der offenen Klasse gemeldeten Hunde standen schon im Ring. Ich also auf dem Absatz – dem einen – Kehrt gemacht und husch rein in den Ring, und schon gings los mit Laufen. Doo noch ziemlich müde, ich mit zwei verschieden hohen Absätzen und einer sehr dicken für mich zu langen Ausstellungsleine (ausgeborgt, zum Kaufen hatte ich keine Muse, eh kloa) – Slapstick pur! Das die Hundeleckerlies, die ich am Vorabend noch liebevoll angebraten hatte natürlich noch nicht in meiner Hosentasche sondern im Rucksack waren – klar. However. Doo und ich zeigten uns von unserer guten Seite, nahmen die Kurve aufgrund des fehlenden Schuhabsatzes wohl sehr aerodynamisch und gaben uns Mühe das Ganze von der lustigen entspannten Seite zu sehen. Und so versuchte ich während des Wartens auf unsere Einzelbeurteilung den Höhenunterschied meiner Schuhe zu kaschieren, die sich ständig verwirrende Ausstellungsleine im Zaum und meinen Hund wach zu halten. Doch DooLittle hatte im Grunde nur Augen für das Schlafplätzchen außerhalb des Ringes … „Paaaapaaaa! Hilf mir!“
| Richterin Nina Neswadba widmet DooLittle ihre volle Aufmerksamkeit |
Als wir zur Beurteilung dran waren, lernte ich auch die Richterin des Tages, Nina Neswadba erstmals persönlich kennen und war mehr als nur begeistert. Frau Neswadba erwies sich während des ganzen Richtens als sehr freundliche und über die Maßen bemühte Richterin. Sie trat Hund und Aussteller in sehr angenehmer Art und Weise gegenüber, gab klare Anweisungen und nahm sich wirklich wirklich (!) viel Zeit für die Beurteilung der Hunde. So begutachtete sie DooLittle mehrmals, vor allem seine Rückenlinie. In der ausführlichen Beurteilung am Ende des Richtens teilte sie mir mit, dass ihr DooLittle sehr gefällt, aber der Übergang der Linie zum Lendenwirbel nicht so harmonisch erscheint. Ich weiß, man nimmt Bewertungen der Richter einfach entgegen, da sie aber einen sehr sympathischen Eindruck auf mich machte, kam ich nicht umhin ihr mitzuteilen, dass dies aufgrund einer Verletzung im Alter von 11 Wochen herrührt (DooLittle fiel damals mit der Wirbelsäule auf die Gehsteigkante, verschob sich den Wirbel und wurde über mehrere Wochen von einer Chiropraktikerin falsch therapiert. Erst unser Besuch bei Dr. Barbara Koller verschaffte ihm wieder schmerzfreie Bewegungen). Sie nahm meine Information wohl dankend an, fast glaube ich erkannt zu haben, dass sie bedauert dies nicht vorher gewusst zu haben, zumal sie sich die Rückenlinie wirklich mehrfach angesehen und detailliert abgegriffen hatte (siehe Fotos). Wie auch immer. Ich verlies den Ring vor den anderen mit einem SG (sehr gut) und war mit der Beurteilung mehr als zufrieden. Mehr wollte ich nicht erreichen und mehr hatte ich nach so einem Hoppala-Tag nicht zu erwarten. Ich war sehr stolz auf mich und DooLittle, der sich im Ring trotz Müdigkeit gut präsentierte und mit Freude beim „blöden Herumstehen und im Kreis rennen“ dabei war. Andere Aussteller erzählten mir nach dem Richten, dass DooLittle an dem Tag wohl der einzige Irish war der ständig wedelnd und mit einem Grinsen im Gesicht im Ring stand und sich seine gute Laune nicht verderben lies. Dies kam auch Richterin Neswadba fast zu spüren, als DooLittle sie zärtlich küssen wollte. Aber das Doo der Süßeste mit unheimlich viel Ausstrahlung ist, wussten wir ja schon immer.
| Unser "hageres Hendl" im direkten Vergleich zu Fuchur |
Fazit: Doo war für diese Ausstellung zu dünn, zu klein, zu wenig bemuskelt und von mir sicherlich nicht ausreichend vorbereitet. So stand er eindeutig als „das Henderl“ in Konkurrenz zu mitunter massiv anmutenden und vor allem ausstellungserfahrenen Irish Wolfhound Rüden. Umso stolzer bin ich auf unser „Henderl“ dass er ein SG bekommen hat. Andere Aussteller und auch Besucher meinten die Richterin hätte sichtlich mit sich gehadert, hätte ihm gerne ein „V“ gegeben – sie hatte ihn wirklich lange begutachtet, als einzigen zweimal laufen lassen, etc. – aber seine hagere Erscheinung hätte wohl zum SG geführt. Auch dies ist für mich berechtigt.
Fazit für mich: eine Ausstellung in kleinem Rahmen, perfekt für Beginner, nette Ausstellerkollegen mit großteils sozial verträglichen Hunden und eine Richterin der wir sicher wieder gerne im Ring gegenüberstehen.
Ach ja, hier noch der Richterbericht:
„2 ½ jähriger Rüde mit etwas quadratisch anmutenden Kopf; Rüde von etwas leichterem Körperbau und etwas schmaler Lende und etwas steileren Winkelungen in der Vorhand; der Übergang in der Rückenlinie dürfte etwas harmonischer sein; in der Bewegung sehr diszipliniert; in der Hinterhand etwas eng;“
Ganz besonders freut mich am Richterbericht „in der Bewegung sehr diszipliniert“ zumal ich DooLittle absolut „Frei“, also ohne Zug an der Leine, Aufrichten des Halses, Aufstellen etc. präsentiert habe. Toll so eine Richterin, die selbst so etwas sieht!!! Weiter so!!!
Wieselburg aus der Sicht einer Besucherin
Ergebnisse der IHW Wieselburg
Unsere Fotos
11.10.2008 - IW-/DH-Treffen in Sinabelkirchen
| Manu rief, und alle kamen |
Die steirische IW-/DH-Züchterin Manu Neumayr rief zum Treffen, und alles was Freude an Irish Wolfhounds und Deerhounds hat setzte sich ins Auto und machte sich auf den Weg (sogar von der Schweiz aus)! Und so traten auch wir die Reise ins steirische Sinabelkirchen an, um neue und alte Freunde zu treffen und mit unserem 11 Monate jungen IW-Buben einen netten Tag zu verbringen ...
Wir fragen uns noch immer wie, aber Manu hatte es tatsächlich geschafft, eine Anlage mit 60.000 m², davon 9.000 m² Seefläche, voll eingezäunt und fabelhaft gepflegt, kostenfrei zur Verfügung gestellt zu bekommen. Danke Manu für dieses tolle Ambiente!!!
| laufen, laufen, laufen ... |
Bei wunderbar warmen Herbstwetter trafen wir auf viele Freunde die uns mit einem Becher herrlichen Schilcher Sturm begrüßten, einem Maronibrater, der uns mit warmen Früchten verwöhnte und ein warmes steirisches Schmankerlbuffet, das keine Wünsche offen lies. Doch das Highlight waren die unendlich viele Hunde die auf dem rießigen Gelände tobten und einfach nur Spaß hatten. Es waren an die 30 Irish Wolfhounds, einige Deers, eine Hand voll Barsois, drei Galgos und deren Hundefreunde die die Weitläufigkeit des Geländes zum Laufen nutzten.
| Erin nach einem Schlammbad |
Manche suhlten sich überglücklich im Schlamm, andere nutzten den See für ein Bad und/oder balgten im Sand. Bei all den vielen Hunden, Youngsters und Erwachsenen, Rüden wie Hündinnen, kleinen und großen - einige davon hatten sich nie zuvor gesehen - gab es keinerlei Rangeleien oder Streit, selbst wenn Futter ausgeteilt wurde. Es war einfach unglaublich wie tolerant die Hunde miteinander umgegangen sind - what an easy way of life!
Doch was soll ich hier lange herumschreiben, Bilder sagen mehr als tausend Worte ...
Anbei die Bilder von
***** Wolfgang
***** Nadine
***** und mir
Und aus den vielen einzelnen Videos hat Nadine folgenden Clip zusammengestellt.
| Joy flüstert Agnes ihre Bestellung zu |
Ein herzliches Dankeschön an Manu für diese tolle Organisation bei herrlichem Ambiente und wunderbarer Bewirtung. Wer jemals einen derartigen Event geplant hat, weiss wie viel Arbeit da wirklich dahintersteckt!!!
Danke auch an alle die gekommen sind und so das Treffen unheimlich bereichert haben. Es war schön alte Freunde wiederzusehen und neue Kennenzulernen!!! Es war einfach wunderschön ... Bis zum nächsten Treffen - beim "EASY WAY OF LIFE"!
14.6.2008 Jahresausstellung IW in Krenglbach - SO MACHT AUSSTELLEN SPASS
| Nadine trimmt Joy |
Nach dem tollen Ringtraining in Stegersbach war ich motiviert meine ersten Schritte im Ausstellungsleben zu absolvieren und entschlossen DooLittle auf der IW-Jahresausstellung in Krenglbach zu präsentieren. Doch je mehr ich darüber nachdachte und je näher der Meldeschluss rückte, umso mehr schien mir eine Anreise von 2h 45min zu einer Ausstellung bei der ich den Buben ohnedies nur in der Jüngstenklasse zeigen konnte als wenig sinnvoll um nicht zu sagen GRENZENLOS DUMM und völlig hirnverbrannt!
| Nadine mit Fuchur und Mo - Vorbereitung auf die Paarklasse |
Durch geschickte Verwirrungstaktik einer (noch immer) lieben Freundin kam es dazu, dass sich DooLittles Züchterin und ich in letzter Sekunde zur Ausstellung anmeldeten.
Das ganze Desaster, von der Abfahrt in Neunkirchen bis zu dem Punkt an dem wir endlich unsere Hunde der Richterin präsentieren konnten ist wahrlich eine lange Geschichte, hier nur ein paar Highlights:
Samstag:
5 Uhr Tagwache, kalt geduscht, 6 Uhr Abfahrt mit 5 Irish Wolfhounds
3h (geplante) Anfahrt nach Krenglbach, selbstverständlich verfahren
9:45 Ankunft in Krenglbach, in letzter Minute Hunde gemeldet
10:00 "ausstellungsgerechte" Kleidung anziehen wollen, alles verworfen und schlußendlich für angesabberte Jeans mit altem T-Shirt entschieden
17:00 Uhr Abfahrt vom Gelände Richtung Graz Züchterin zu Hause abliefern und heim nach Neunkirchen
21:30 Uhr nach insgesamt 905 km am Steuer für ne "kleine" Ausstellung ab unter die warme Dusche, rein ins Bett und komatöses Schlafen bis Sonntag um 10 ;) ...
| Felix verfolgte gespannt die Vorbereitungen am Hasenzug |
Nach dem oben gelesenen mag man glauben mir sei das Ausstellen endgültig vergangen noch bevor ich überhaupt damit begonnen hätte. Schier unendlich viele aufeinander folgende Mißgeschicke gepaart mit langen Autofahrten die, bedingt durch wenig Schlaf, noch strapazierender waren als sie es ohnehin schon waren. Doch gibt es, neben den Alltagsg'schichten, die einfach so passieren, auch eine Kehrseite der Medaille, die eben wirklich eine Kehrseite ist: Krenglbach war einfach genial!!! So RICHTIG genial. Und wenngleich sich Nadine und ich auf der Fahrt nach Krenglbach fast alle 30 Minuten gefragt haben warum wir so blöd sind uns das anzutun: Krenglbach war es allemal wert!!! Das Gelände war perfekt: es gab am eingezäunten Gelände genug Platz um sein Fahrzeug abzustellen und es mit wenigen Schritten zu erreichen. Außerdem war eine große Wiese vorhanden um die Hunde den ganzen Tag über immer wieder mal frei Laufen zu lassen. Danach konnte man die Hunde an der strategisch gut platzierten Wasserleitung tränken um sie anschließend an einem der vielen großzügig angelegten Schattenplätze rasten zu lassen.
Die Ausstellung an sich war hervorragend organsiert! Es gab keinerlei Orientierungsschwierigkeiten, auch als Fremder und Ausstellungneuling wurde ich herzlich empfangen und in die Familie der Windhundfreunde aufgenommen. Man nahm sich Zeit alle meine Fragen zu beantworten - und es waren wahrlich nicht wenige - gab mir gute Tipps fürs Ausstellen und brachte mir auch das Bahntraining näher. Dies alles gepaart mit einer hervorragenden Küche machte Krenglbach für mich zum Highlight 2008! 905km, all die Strapazen: Leute, es hat sich wahrlich gelohnt!!! Danke an die Organisatoren, an das ganze Team, alle Windhundleut' und den lieben Herrgott für hervorragendes Wetter!
Achja, DooLittle bekam von der Richterin S.Kurato (A), die ich als unheimlich reizend und sehr lieb mit den Hunden kennenlernen durfte, in der Jüngstenklasse folgende Bewertung:
VIELVERSPRECHEND
7 1/2 Mon. alter Jungrüde, sehr gutes Pigment, Scherengebiß, in der Gesamterscheinung seinem Alter entsprechend mit freundlichem Wesen, frei und freudig im Gangwerk
Ich bin stolz auf meinen Buben! Fotos vom Ring folgen bald.
Alle IW-Ausstellungsergebnisse
Anbei noch ein paar Impressionen was rund um die Ausstellung so passiert ist: Spielen in den Pausen und Rennbahntraining danach ...
Ganz besonders gefreut hat mich, dass auch zwei Geschwister von DooLittle die Ausstellung als Gäste besucht haben: Danae (Rufname "Dana") und Deidre (Rufname "Diddi") of Cnoc Grèina. Es war wunderschön euch kennenzulernen! Wir freuen uns schon sehr euch beim Welpentreffen wieder zu sehen!!!
Wiesenlauffotos
Rennbahnpics
Deerhounds
Videos
Anbei noch zwei Videos die ich am Rande der Rennbahn gedreht habe:
Mo
Lilly
22.5. 2008 Ringtraining in Stegersbach - Ausstellung bei Freunden
| Plasun und Royal Canin sponserten das Ringtraining |
Bei tollem Wetter fand gestern am Hundeplatz des ÖGV Stegersbach das Ringtraining des Tiroler Windhundsportvereines statt. Der Event war von Margot Dimi perfekt durchorganisiert, uns blieb kein Platz mehr für Anregungen, es war einfach alles perfekt! Danke Margot für all die Arbeit!
Das Training wurde von Ing. Kurt Radnetter geleitet, einem, wie ich bei der Veranstaltung erfahren durfte, "Urgestein" der Ausstellungsszene. Ing. Radnetter nahm sich viel Zeit allen Teilnehmer, vor allem den Anfängern, das Ausstellen so nahe zu bringen, damit diese wissen worauf sie sich bei der Präsentation eines Hundes auf einer Ausstellung einlassen aber auch freuen können. Bei den Ausführungen des Profis wurde nichts beschönigt aber auch nicht sinnlos bekrittelt sondern sachlich aufbereitet, was mir, als absoluten Ausstellungsneuling, für die Zukunft sehr hilfreich sein wird.
Nach der theoretischen Einführung und einem kurzen Einzeltraining durften wir uns bei burgenländischer Gastfreundlichkeit an den Schmankerl des Grillmeisters laben. Die Mitglieder des ÖGV Stegersbach verwöhnten uns mit gegrilltem Fleisch, Gemüse & Brot, dazu 5 verschiedene Salate, 3 Saucen, Knoblauchbaguette und als Nachspeise leckere Brotstangerl und Schaumrollen. Ein herzliches Dankeschön für die Bewirtung und ein dickes Lob an die Küche!
Beim anschliessenden Praxisteil erhielten wir die Möglichkeit die Hunde in den jeweiligen Klassen fachmännisch zu präsentieren. Mit viel Einfühlungsvermögen wurden wir instruiert die Hunde richtig aufzustellen und im Lauf den Hund gerade so schnell/langsam zu führen, dass das Gangwerk optimal zur Geltung kommt. Zahlreiche Tipps, kurz und sachlich formuliert, machten uns "Ausstellen" schon nach wenigen Versuchen um vieles leichter. Immer wieder wurden wir darauf hingewiesen wie wesentlich beim Ausstellen die Interaktion mit dem Hund ist: viel verbales Lob, den Hund ansprechen, auf aktivere Hunden ruhig einwirken. Manipulationen an den Läufen und am Fang sollen unbedingt vorsichtig und für den Hund in angenehmer Art und Weise erfolgen. Keine Hektik, kein Stress. Der Hund soll freudig den Ring betreten und auch nach seiner Präsentation immer wieder gerne an Ausstellungen teilnehmen wollen.
Für mich als absoluten Ausstellungsneuling der dem ganzen AusstellungsWAHN doch sehr skeptisch gegenübersteht, war diese Atmosphäre genau richtig um das Ausstellen eines Hundes zu üben. Wir bekamen durch dieses Ringtraining und ein Gefühl wie fordernd (körperlichen wie geistig) und zugleich schön eine Show für Hund und Handler sein kann. Und obwohl weder DooLittle noch ich je zuvor im Ring gestanden haben, haben wir von Ing. Kurt Radnetter eine, so scheint mir, doch gute Beurteilung bekommen "Hund wird bereits sehr gut präsentiert, ist gut in der Hand! Training macht den Meister!"
Fazit: top organisierte Veranstaltung, perfektes Training, geniale Küche und burgenländische Gastfreundlichkeit! SO MACHT AUSSTELLEN SPASS!!!! Danke an alle Beteiligten! Ich hoffe wir sehen einander bald wieder!!!
Da ich weder Zeit, Lust noch Muse für Fotos hatte, verliess ich mich bei der Dokumentation der Organisation auf Margot und den Fotografen des ÖGV, Herrn Günter Perissutti. Und die Fotos sind wirklich toll geworden! Danke dafür!!!!
Hier die Links zu Fotos und Berichten:
Fotogalerie von Günter
Ringtrainingbericht TWSV & Schnappschüsse von Margot/Harry






























